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Kerstin Ergenzinger

In ihrer künstlerischen Arbeit untersucht sie Wahrnehmungsweise von bzw. innerhalb landschaftlicher und architektonischer Räumlichkeit. Die Zeitlichkeit des Wahrnehmungsvorgangs, wechselnde Perspektiven und der assoziativen Prozess, in dem wir permanent eine Vorstellung der Welt aus fremden und bekannten Elementen konstruieren ist Thema vieler ihrer Installationen, Zeichnungen und Videoarbeiten.

 

Eine ihrer Arbeitsreihen besteht aus raumbezogenen Lichtinstallationen, zum Teil mit selbst entwickelten Lichtzeichenmaschinen: ...°W/...°O „keingradwestundkeingradost“ z.B. ist ein begehbarer Raum oder Ort, dessen Parameter und Erscheinung sich permanent verändern. Er besteht aus einem großen geometrischen Raumkörper aus Rohspan und einer solchen Lichtzeichenmaschine, die dynamische Landkarten aus Lichtlinien in den experimentellen, an sich leeren Raum projiziert. In Bergheim präsentierte Kerstin Ergenzinger zudem die Videoarbeit „timeline“.

 

“Raum erkunden, abtasten, fühlen. Ich untersuche die Beziehungen zwischen architektonischen und landschaftlichen Räumen und dem sich in ihnen orientierenden Körper. Techniken und Strategien, die wir zur Orientierung und Verortung verwenden, prägen unser Denken und Handeln ebenso, wie die sinnlichen Erfahrungen, die sich an der Peripherie unserer Wahrnehmung abspielen. So rücke ich Wahrnehmungsprozesse, die Orte in mir anstoßen, in den Fokus der Betrachtung.” (Kerstin Ergenzinger)

 

Ausstellung vom 30.10.2006 bis zum 21.11.2006

Die Künstlerin zeigte im MEDIO Zeichnungen, Videoinstallationen und eine holografische Installation aus ihrer aktuellen Arbeit, in der sie sich mit gefühlter Räumlichkeit in modernen Baukomplexen auseinander setzt: eine Untersuchung von Glasarchitektur und Leere.

 




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