Thorsten Schneider: Gewinner der BM.MEDIALE 2005

Thorsten Schneider ragte in der hohen Qualität der Bewerbungen durch seine kritische und zum Teil auch ironische Haltung zu den Neuen Medien heraus: er bezieht sich auf die Kraft der medialen Illusion, die er mit einem Augenzwinkern in seinen Video- und Fotoprojekten aufzulösen vermag. Im Zentrum der Arbeiten Thorsten Schneiders steht die Fotografie. Er nutzt unter anderem zwei ihrer Grundbedingungen „Wahrheit“ und „Lüge“, die sein strenges aber gleichzeitig spielerisches Konzept erst so richtig zum Strahlen bringen. Akribisch angelegte Inszenierungen münden in eine skulpturale oder performative Bildnerei, die verheißungsvolle Ordnungs-, Raum- und Objektvorstellungen ins Wanken bringt. Ähnlich hinterhältig illusionieren seine realen Konstrukte und Skulpturen die Wahrheit. Orientiert am kühlen, objektiven Minimalismus der 60er und 70er Jahre erweitert er das Feld durch Emotionen.
Thorsten Schneider wurde 1976 in Düsseldorf geboren. Er studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln. „Gerade die Zeit nach dem Studienabschluss bis zum Aufbau der künstlerischen Eigenständigkeit ist für viele Absolventen nicht leicht“, berichtet Jurymitglied Jürgen Klauke. „Vor diesem Hintergrund trifft die mit 8.000 EUR dotierte Auszeichnung den jungen Künstler gerade zur rechten Zeit.“
Thorsten Schneider präsentierte einige seiner multimedialen Werke im MEDIO in Bergheim. 

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